Allgemeine Hinweise zu Weiterbildungsangeboten und Fördermöglichkeiten


Förderung der beruflichen Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch die Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit fördert Maßnahmen der berufl ichen Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Wer wird gefördert?
Die Förderung einer berufl ichen Weiterbildung soll Ihre Vermittlungschancen deutlich verbessern. Berücksichtigt werden sollen dabei Ihre eigenen Fähigkeiten, insbesondere der bisherige berufl iche Werdegang und Vorkenntnisse, aber auch persönliche Voraussetzungen wie körperliche und geistige Eignung. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren entscheidet die Agentur für Arbeit nach Beratung, inwieweit der Abbau von Qualifi kationsdefiziten zur berufl ichen Eingliederung führen kann. Hierbei kommt der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes und Ihrer Mobilitätsbereitschaft eine hohe Bedeutung zu. Ziel ist es, dass Sie nach Abschluss der Weiterbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden können. Zur Feststellung, ob für Sie eine Weiterbildung wegen eines Qualifi kationsdefizits notwendig ist, ist es unbedingt erforderlich, dass möglichst frühzeitig eine Beratung durch die Agentur für Arbeit erfolgt. Vereinbaren Sie dazu einen Termin mit Ihrer Agentur für Arbeit.

Was wird gefördert?

Folgende Leistungen können von der Bundesagentur übernommen werden:

  • Weiterbildungskosten
  • Lehrgangskosten
  • Fahrkosten
  • Auswärtige Unterbringung
  • Kinderbetreuungskosten
  • Leistungen zum Lebensunterhalt

Informationen finden Sie im Merkblatt 6 „Förderung der beruflichen Weiterbildung" der Bundesagentur für Arbeit


Förderung der Qualifizierung in Kurzarbeit durch die Bundesagentur für Arbeit

Mit der Förderung von Qualifi zierung während der Kurzarbeit unterstützt die Bundesregierung Unternehmen und Arbeitnehmer darin, die konjunkturelle Krise für die berufl iche Weiterbildung zu nutzen.

Wer wird gefördert?

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die bereits mehr als vier Jahre eine Tätigkeit ausüben, für die sie keinen Berufsabschluss haben
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Berufsabschluss, die eine der Ausbildung entsprechende Tätigkeit ausüben

Was wird gefördert?

  • Maßnahmen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen oder Arbeitnehmer hierfür teilqualifizieren
  • Maßnahmen, die den Arbeitnehmern Kenntnisse vermitteln, die sie auch für andere Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nutzen können
  • Maßnahmen, die den Arbeitnehmern arbeitsplatzbezogene Kenntnisse vermitteln

Förderung der Qualifizierung in Kurzarbeit im Land Brandenburg
www.wdb-brandenburg.de/Qualifizierung-in-Kurzarbeit.606.0.html

Förderung der Qualifizierung in Kurzarbeit im Land Berlin
www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/weiterbildung-und-sprachkurse/964718-963496-4ac4a4ce.htm


Bildungsprämie des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Seit 2008 unterstützt das BMBF Erwerbstätige, die sich durch Weiterbildung ihre Chancen im Beruf verbessern möchten - vor allem für diejenigen, die aufgrund ihres Einkommens bislang die Kosten einer Weiterbildung nicht ohne weiteres tragen konnten. Die Bildungsprämie besteht derzeit aus zwei Komponenten:

  1. Der Prämiengutschein Einen Prämiengutschein erhalten Weiterbildungsinteressierte, die erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 bzw. 40.000 Euro nicht übersteigt. Auch Mütter und Väter in Elternzeit können einen Prämiengutschein bekommen. In einer Prämienberatung prüfen geschulte Beraterinnen und Berater die individuellen Voraussetzungen der Interessierten und geben den Prämiengutschein aus. Damit übernimmt der Bund 50% der Weiterbildungskosten, maximal jedoch 500 Euro.
  2. Das Weiterbildungssparen: Mit dem „Weiterbildungssparen" wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) eine Entnahme  aus dem angesparten Guthaben erlaubt, um Weiterbildung zu finanzieren - auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren. Damit können an Weiterbildung Interessierte aufwändigere und oftmals langfristigere Weiterbildungen leichter finanzieren. Mit den Beraterinnen und Beratern überlegen sie, welche Weiterbildung ihren Fähigkeiten und beruflichen Wünschen am ehesten entspricht und erhalten einen Spargutschein. Mit dem Finanzdienstleister (Bausparkasse, Bank oder Versicherung) werden die finanziellen Details besprochen.

Wer gefördert?

  • Erwerbstätige in Deutschland, die befugt sind in Deutschland zu arbeiten, durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen den Betrag von 20.000 Euro (bzw. 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt.
  • Beschäftigte während der Mutterschutzfrist oder in Elternzeit unterhalb der genannten Einkommensgrenzen.
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie selbständige Personen, die „aufstockende Leistungen" nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II erhalten. Dies triff t dann zu, wenn das Erwerbseinkommen trotz der Mindestarbeitszeit unter den Regelleistungen der Grundsicherung liegt.

Was wird gefördert?

Mit der Bildungsprämie kann die individuelle berufl iche Weiterbildung in Form von Lehrgängen, Kursen oder Seminaren sowie Prüfungen gefördert werden. Der Prämiengutschein darf ausschließlich für die unmittelbaren Prüfungs- oder Veranstaltungsgebühren eingesetzt werden. Die Weiterbildung muss innerhalb von sechs Monaten nach Ausstellung des Prämiengutscheines begonnen werden.

Weitere Informationen über:
www.bildungspraemie.info

Bildungsprämie im Land Brandenburg:
www.wdb-brandenburg.de/Bildungspraemie.571.0.html

Bildungsprämie im Land Berlin:
www.wdb-berlin.de/de.aspx?seite=Allg/Bildungsprämie

 


Weiterbildung Geringqualifi zierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)

Der Bedarf an Fachkräften steigt und nicht immer bietet der Arbeitsmarkt die geeigneten Bewerber und Bewerberinnen. In Ihrem Unternehmen beschäftigen bereits bewährte, aber ungelernte Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, denen nur eine entsprechende Qualifizierung oder ein Berufsabschluss fehlt?

In dieser Situation unterstützt Sie die Bundesagentur für Arbeit mit dem Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen), in dem Zuschüsse zum Lohn/Gehalt gezahlt und die Kosten für die Weiterbildung übernommen werden.

Wer wird gefördert?

  • Fachkräfte mit jeder Ausbildung
  • die bei Beginn der Qualifizierung das 45. Lebensjahr vollendet haben und
  • in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Arbeitnehmern beschäftigt sind
  • vom Arbeitgeber für die Teilnahme an der Qualifizierung freigestellt sind
  • weiterhin Arbeitsentgelt erhalten.

Was wird gefördert?

Geeignete Bildungsmaßnahmen mit mindestens vierwöchiger Dauer (160 Std.), die außerhalb des eigenen Betriebes, aber während der betriebsüblichen Arbeitszeiten durchgeführt werden, und deren vermittelte Kenntnisse auch in anderen Betrieben anwendbar sind. Sowohl der Bildungsträger als auch die Maßnahme müssen durch eine fachkundige Stelle für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein.

Weitere Informationen über:
www.arbeitsagentur.de/nn_7964/Dienststellen/RD-N/Hamburg/AA/A06-Schaff ung/Allgemein/WeGebAU.html

 


Förderung der berufl ichen Weiterbildung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (EFS)

Der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert in den EU-Mitgliedsländern im Rahmen der Beschäftigungspolitik und des sozialen Zusammenhalts auch die berufliche Weiterbildung. Die Zuschüsse werden im Rahmen von länderspezifischen ESF-Förderprogrammen in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt.

Folgende ESF-Förderprogramme stehen in den Ländern Berlin und Brandenburg zur Verfügung:

ESF im Land Brandenburg:
www.esf.brandenburg.de

ESF im Land Berlin:
www.berlin.de/sen/strukturfonds/ab2007/esf/